Wie können wir Kinder zum Staunen, Forschen und Weiterdenken anregen? Mit dieser Frage beschäftigten wir uns beim pädagogischen Ganztag der KGS Beethovenschule. Unser gemeinsames Ziel war es, Lernarrangements für einen Boden-Workshop herzustellen, den wir im zweiten Schulhalbjahr mit den Kindern nutzen möchten.
Den Auftakt bildete zur kognitiven Aktivierung des Kollegiums eine Marshmallow-Challenge. Anschließend rückte die Gestaltung von Lernangeboten in den Mittelpunkt: Welche Aufgaben regen Kinder dazu an, eigene Vermutungen zu entwickeln, Beobachtungen zu vergleichen und ihre Erkenntnisse zu begründen?
Selbst ausprobieren und die Kinderperspektive einnehmen
In Tandems bearbeiteten wir zehn Lernarrangements. Wir stellten Materialien zusammen, bauten die Angebote probeweise auf und erprobten sie aus der Perspektive der Kinder. Dabei wechselten wir zwischen Forschen und Beobachten. Eigene Fragen, überraschende Entdeckungen und mögliche Schwierigkeiten wurden festgehalten und für die Weiterentwicklung genutzt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, an welchen Stellen die Aufgaben vertieftes Nachdenken anregen.
Lernen aufmerksam begleiten
Bei der weiteren Ausarbeitung betrachteten wir den fachlichen Kern der Angebote, mögliche Vorstellungen der Kinder und ihre Entscheidungsspielräume. Ebenso wichtig waren passende Fragen zur Lernbegleitung, unterschiedliche Zugänge für die Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4 sowie Möglichkeiten, Lernwege sichtbar zu machen. Auch das 4K-Modell wurde als Orientierung einbezogen.
Unsere Lernarrangements sollen Kindern ermöglichen, eigene Ideen zu verfolgen, Versuche zu verändern und ihre Ergebnisse mit Alltag und Umwelt zu verbinden.
Mit den Lernarrangements des Boden-Workshop möchten wir unseren SchülerInnen Gelegenheit geben, selbstständig zu entdecken, gemeinsam Fragen nachzugehen und ihre Erkenntnisse nicht nur miteinander zu teilen sondern auch mit ihrer Umwelt in Verbindung zu bringen.
