Haiti

Unsere Partnerschule „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“ in Haiti:

Die Katholische Laien Gemeinschaft (Communauté des Laïques Catholiquesd’Haiti -CLCH), gegründet von Claudette Leconte im Jahr 1996, eröffnete im Jahr 2001 eine kleine Grundschule mit 24 SchülerInnen in dem berüchtigtsten Slum der Stadt Cap-Haitien im Norden Haitis und nannte sie „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“. Nach dem Umzug der Schule in die Vorstadt und der Gründung eines Kinderheims 2007, wuchs die Einrichtung stetig. Im Jahr 2021 wurde das durchschnittliche Alter der Bevölkerung in Haiti auf 23 Jahre geschätzt. Die Analphabetenquote in Haiti liegt bei 60%. Die meisten Schulen in Haiti sind privat geführt und die wenigen staatlichen Schulen sind hoffnungslos überfüllt.

Die CLCH sieht in der Bildung vernachlässigter Kinder auch einen wichtigen Beitrag zur Friedensarbeit in der Gesellschaft; denn Kinder, die eine Zukunftsperspektive haben sind weniger anfällig für Kriminalität, Migration, sexuelle Ausbeutung. Die aktuelle Entwicklung in der Hauptstadt Port-au-Prince, die zur Zeit zu mehr als 80% von Gangs kontrolliert wird, deren Mitglieder mehrheitlich aus den Slums der Stadt kommen, zeigt die Wichtigkeit der Arbeit der Gemeinde. Am 12. Januar 2010 gab es ein Erdbeben in Haiti, bei dem ungefähr 300.000 Menschen ums Leben kamen. Dieses Ereignis hat eine globale Welle der Solidarität mit Haiti hervorgerufen, so auch in Deutschland. Um die gleiche Zeit bekam die Godesbergerin Marie Josée Franz, die Schwester der Gründerin Claudette Leconte, einen Hilferuf. Die Schule, welche mittlerweile um die 300 SchülerInnen besuchten, konnte die Lehrergehälter nicht aufbringen. Die Schule erhob kein Schulgeld, denn sie wollte gerade den Kindern Bildung ermöglichen, die aus finanziellen Gründen sonst keine Schule besucht hätten.

Da Frau Franz ˋ Tochter die KGS Beethovenschule besucht hatte, wandte sie sich an die damalige Direktorin, Frau Amelie Grewe-Ludden und berichtete dieser über das Schulprojekt in Haiti. Aus diesem ersten Gespräch entwickelte sich die Partnerschaft mit der KGS Beethovenschule. Frau Grewe-Ludden und das Lehrerkollegium der Beethovenschule wollten auch einen Beitrag zur Bewältigung der humanitären Katastrophe in Haiti leisten und zwar mit einem langfristigen Engagement.

Im Laufe der ersten Gespräche gab es außerdem einen Austausch zwischen Frau Grewe Ludden und dem damaligen deutschen Botschafter in Haiti, der das Projekt „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“ (INDMM) in Cap-Haitien aus eigener Anschauung kannte und nur Positives zu berichten hatte. Frau Hildebrandt, eine Kollegin der KGS Beethovenschule, welche die Schule in Cap Haitien selbst schon besucht hat, ist in regelmäßigem Austausch mit Frau Franz und trifft Absprachen mit ihr zu stattfindenden Aktionen oder Infoveranstaltungen.

So unterstützt die KGS Beethovenschule die Schule „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“ INDMM in Cap-Haitien, Haiti, seit 2010 beispielsweise mit jährlich stattfindenden Sponsorenläufen. Aus der anfänglichen Grundschule hat sich die Schule INDMM heute um eine Mittelschule und einen Kindergarten erweitert, in dem die Kinder schon ab dem 3. Lebensjahr eine anregende Umgebung für ihre schulische Entwicklung bekommen. Im Schuljahr 2024/2025 besuchen über 600 Kinder die Schule. Kinder, die die Schullaufbahn bis zur 9. Klasse durchlaufen, legen eine staatliche Prüfung ähnlich der deutsche Mittleren Reife ab. Damit können sie sich für eine berufliche Ausbildung bewerben oder auf eine weiterführende Schule gehen.

Die Schule benötigt jährlich eine Summe von 66.783,27$ USD, um die Gehälter für den Schulbetrieb zu bestreiten. Die Spenden der KGS Beethovenschule fließen in dieses Budget ein. Eine andere NGO aus Süddeutschland hilft dabei, die Kosten für Unterrichtsmaterial zu finanzieren.

Die Gehälter für den Schulbetrieb rangieren zwischen 30 $USD und 300 $USD monatlich. Es gibt die Gehälter der Verwaltung, der GrundschullehrerInnen und die der LehrerInnen der Mittelschule. Die LehrerInnen der Mittelschule werden nicht fest angestellt. Sie werdennach Unterrichtsstunden bezahlt. Weiterhin gibt es die Gehälter des Personals wie beispielsweienHausmeister. Insgesamt werden 35 Menschen in der Schule fest angestellt und 17 Lehrende nach Unterrichtsstunden bezahlt.

Die Mittel für Baukosten oder infrastrukturelle Projekte erhält die Einrichtung von größeren Organisationen in Deutschland, bei welchen action five Anträge stellt. So konnte eine Wasserversorgung installiert werden, die den Wasserbedarf sowohl in der Schule als auch im Kinderheim sichern kann. Eine Solaranlage wurde auch installiert, so dass eine zuverlässige Stromversorgung gegeben ist. Es gab hier in den letzten zwei Jahren Schwierigkeiten mit den Batterien und so kam es zu Stromausfällen. Action five arbeitet daran, diese Panne zu beheben und der Einrichtung neue Batterien zu spenden. Eine große Baustelle ist immer noch die Versorgung mit Lebensmitteln. Die Einrichtung bräuchte für jedes Heimkind täglich 3 Mahlzeiten, die Kosten dafür würden sich auf 4€ pro Tag und Kind belaufen. Aktuell ist eine Versorgung mit 3 Mahlzeiten am Tag finanziell noch nicht durchgehend zu stemmen. Die Vorhaben, jedem Kind der Schule ein Mittagessen anzubieten oder den Schulkindern eine Hausaufgabenbetreuung anzubieten, sind aufgrund fehlender Mittel zur Zeit noch nicht realisierbar.

Die Kinder der KGS Beethovenschule und Sie als Eltern leisten jedes Jahr einen großartigen Beitrag zum Fortbestand der Schule und leisten damit aktiv Entwicklungshilfe! Die Kinder der Einrichtung wachsen im Bewusstsein und in Dankbarkeit dieser christlichen Hilfe auf. Heim und Bildung bieten Grundlage und Chance, ihre Zukunft für sich selbst und ihre Mitmenschen positiv zu gestalten.

Gerne können Sie sich noch ausführlicher über den Verein action five und das Hilfsprojekt in Haiti informieren. Darüber hinaus sind Spenden (Betreff: Haiti) natürlich jederzeit herzlich willkommen!

Weitere Infos zu unserer Patenschaft finden Sie unter folgenden Link:

https://www.action-five.de/haiti

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